exito AlpenCross 2026, Simplon-Passhöhe - Alagna Valsesia

9. Etappe auf dem Weg vom Allgäu nach Nizza

11. August 2026

Im Juli 2026 fand die 9. Etappe unserer mehrjährigen Alpenüberquerung #exitoAlpenCross vom Allgäu nach Nizza statt. Ein echtes Fernwander-Abenteuer durch fünf Länder – zunächst fünf Etappen in den Ostalpen und dann voraussichtlich 10-12 Etappen durch die gesamten Westalpen bis ans Mittelmeer. Eine Etappe besteht jedes Jahr standardmäßig aus 4-6 Tagestouren - als Herbergen dienen im Normalfall Alpenvereinshütten, teilweise auch private Berghäuser. Die Alpenüberquerung folgt keinem bestimmten Weitwanderweg, sondern ist komplett selbst zusammengestellt. Die Route führt nicht möglichst schnell nach Nizza, sondern hat den Anspruch, landschaftlich besonders reizvoll und abwechslungsreich zu sein. Die Tagesetappen sind mit bis zu neun Stunden konditionell fordernd, die Wege durchaus technisch anspruchsvoll. Alles in allem eine echte Herausforderung für unsere Gipfelstürmer.

Die ersten zwei Etappen führten uns 2017 und 2018 durch die Allgäuer Alpen, im ersten Jahr von Pfronten nach Oberstdorf, im zweiten Jahr von Oberstdorf über das Kleinwalsertal nach Au in den Bregenzer Wald. 2019 folgte eine Etappe durch das Lechquellengebirge und das Verwall, von Au im Bregenzerwald nach Bartholomäberg im Montafon. 2020 musste das Abenteuer auf Grund der Corona-Pandemie pausieren. Nach einem Jahr Unterbrechung wanderten unsere Gipfelstürmer 2021 im Rätikon und in der Silvretta von Bartholomäberg bis zum Berghaus Vereina. Kurz nach der Tilisunahütte überquerte die Weitwandergruppe erstmals die Grenze zur Schweiz und bewegte sich fortan im Kanton Graubünden. Die 5. Etappe führte 2022 vom Berghaus Vereina nach Juf. Eine anspruchsvolle 5-Tages-Etappe mit über 5.000 Höhenmetern - zunächst in der Silvretta, dann in den Albula-Alpen und ab Bivio in der Plattagruppe. Auf der 6. Etappe von Juf nach Vals führte die Route zunächst aus Graubünden erstmals kurz hinein nach Norditalien in die Provinz Sondrio. Auf dem Splügenpass betraten unsere Gipfelstürmer dann wieder den Kanton Graubünden und damit Schweizer Boden. Im Hinterrheintal bei Splügen (Region Viamala) stand die Gruppe dann auf der Grenze zwischen Ostalpen und Westalpen sowie gleichzeitig auf dem Weg von der Platta-Gruppe in die Adula-Alpen. Die 6. Etappe endete in Vals im Val Lumnezia. Die 7. Etappe im Jahr 2024 von Vals zur Gotthard-Passhöhe war eine 5-Tages-Route und verlief komplett auf Schweizer Boden. Zunächst einen Tag in Graubünden und dann 4 Tage im Tessin. Am Lukmanier-Pass verließen unsere Fernwanderer die Adula-Alpen und betraten die Gotthard-Gruppe. Die 7. Etappe endete auf der Gotthard-Passhöhe. Die 8. Etappe im Jahr 2025 führte von der Gotthard-Passhöhe zur Simplon-Passhöhe durch die Leone-Gruppe. Am Griespass wechselten unsere Fernwanderer nach einem Jahr Pause wieder auf italienischen Boden und übernachteten in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola in den Rifugi Margaroli, Castiglioni und Città di Arona, bevor die Route über die Furggubäumlicke am finalen Tag zurück zum Simplonpass in die Schweiz führte. Dieses Jahr (9. Etappe, 2026) verlief die Route von der Simplon-Passhöhe 6 Tage lang durch die Walliser Alpen nach Alagna Valsesia, ganz hinten im Val Grande auf der Südseite des Monte Rosa Massivs - 1,5 Tage im Schweizer Kanton Wallis und 4,5 Tage in der italienischen Region Piemont. Am Andolla-Pass befand sich unsere Crew zum letzten Mal beim AlpenCross auf Schweizer Boden. Die Route orientierte sich grob an der GTA, der „Grande Traversata delle Alpi“ – menschenleer und immer wieder durch kleine, oft verfallene Steindörfer. Ein Highlight war der Ausblick auf die Dufourspitze (höchster Berg der Schweiz) im Monte Rosa Massiv. Die 9. Etappe war die bisher längste AlpenCross Etappe. Erstmals dauerte eine Etappe 6 Tage – aus geplanten 99 Kilometern wurden am Ende durch diverse Extra-Touren 115-120 km und über 8.000 Höhenmeter im Aufstieg sowie über 9.000 Höhenmeter im Abstieg. Die Etappe war damit ein großer Schritt zum fernen Ziel nach Nizza an der französischen Mittelmeerküste. Die Gesamt-Route der Etappen 1-9 auf outdooractive: Pfronten - Alagna Valsesia

Bei der diesjährigen 9. Etappe nahm eine 7-köpfige Gipfelstürmer-Crew teil. Durch die kleine Gruppengröße erfolgte die Anreise erstmals mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie schon in den Vorjahren am Vortag des ersten Wandertages. Als am Nachmittag sechs wanderlustige Gipfelstürmer aus dem Bus auf der Simplon-Passhöhe ausstiegen, stand Jochen nach seinem 8-tägigen „Hike2Hike“-Abenteuer bereits zur Begrüßung auf der Passhöhe bereit. Jochen absolvierte 2026 auf seinem „Hike2Hike“ 282 km und 18.700 Höhenmeter. Start war in Arosa in Graubünden. Am ersten Tag führte die kilometermäßig längste Etappe über Lenzerheide und Thusis hinauf auf den Glaspass am Fuß des Piz Beverin. Am 2. Tag stieg Jochen morgens ins Safiental ab und überschritt die Signina-Gruppe am Güner Lückli in Richtung Lumbrein. Am 3. Tag ging es hinauf zur Greina-Hochebene – zunächst zur Terrihütte und dann weiter zur Medelserhütte. Tag 4 führte über den Lukmanierpass nach Airolo am Fuße des Gotthardpasses auf der Tessiner Seite, wo er die AlpenCross-2024-Route kreuzte. Tag 5 endete nach einem Abstecher nach Italien auf der Capanna Corno-Gries, einer der Hütten der AlpenCross-Route 2025. Am 6. Tag verlief die Strecke fast komplett in Italien, ehe sie über den Albrunpass zurück in die Schweiz in den Kanton Wallis zur Binntalhütte führte. Tag 7 verlief im Landschaftspark Binntal bis zur Bortelhütte. Am 8. und letzten Tag stieg er zum Finale über die Mäderlicke (2.886 m) auf die Monte-Leone-Hütte auf und erwartete nach dem Abstieg freudig die Ankunft der AlpenCross-2026-Crew auf dem Simplonpass. Nach Bezug der Zimmer im Simplon Hospiz schnürten fünf hochmotivierte Wanderer ihre Schuhe, um einen spätnachmittäglichen Abstecher zum Chaltwasserpass (2.786 m) zu unternehmen. Nach 800 knackigen Höhenmetern hatte die Wandergruppe einen Traumblick zum Monte Leone (3.553 m), zum Chaltwassersee und hinüber zur Monte Leone Hütte – ein echter WOW-Moment. Im Speed-Tempo ging es direkt wieder hinunter zum Pass, um auf die Minute rechtzeitig das Hospiz zu erreichen, wo um 19:30 Uhr die Chorherren das Abendessen servierten. Der Abend klang im Anschuss gesellig in der Hospiz-Bar aus …

Am nächsten Morgen präsentierte sich der Himmel am Simplonpass wolkenverhangen und während des ersten Tagesbriefings auf der Steintreppe vor dem Hospiz nieselte es leicht. Als unsere Weitwandergruppe sich dann auf den Stockalperweg in Richtung Süden machte, klarte der Himmel immer weiter auf und schon bald wurden die Temperaturen merklich wärmer. Auf dem historischen Saumpfad, wo im 17. Jahrhundert mit Maultierkolonnen Handel betrieben wurde, ging es von der Passhöhe immer weiter hinab in Richtung Gondo. Von Chluismatte nach Egga wählte unsere Crew alternativ einen Höhenweg über Stelli, um weit oberhalb der Straße den Ausblick zu genießen und die Beine an die bevorstehenden Aufstiege zu gewöhnen. Über Simplon Dorf ging es dann hinab in das Dorf Gabi, wo in einer Forellenräucherei nach den ersten drei Wanderstunden eine Mittagspause auf dem Programm stand. Wirtin Franziska verwöhnte unsere Gipfelstürmer auf ihrer schattigen Gartenterrasse mit zartem Räucherfisch. Im Anschluss folgte der knackige Teil des Tages, besonders aufgrund der mittlerweile herrschenden Hitze - ein steiler Anstieg von ca. 650 Höhenmetern auf ca. 2,5 km zum Übergang „Furggu“ (1.872 m). Dort eröffnete sich direkt der Blick hinab ins Zwischbergental. Unten im Tal hieß Rainer mit seinem Team vom Berggasthof Bord unsere Gruppe nach der 18 km Tagesetappe mit leckerem Kuchen willkommen. Es folgte ein entspannter Abend mit einem köstliches 4-Gänge-Menü.

Nach einem ausgiebigen Frühstück strahlte bereits bei der morgendlichen Ansprache die Sonne über Zwischbergen. Glücklicherweise lag ein großer Teil des Aufstiegs aus dem tief eingeschnittenen Tal in Richtung Süden zum Andolla-Pass auf der im Schatten liegenden Bergseite. Die ersten 400 Höhenmeter ging es hinauf zum herrlich gelegenen, in Felsen eingebetteten Stausee „Fa“, von dort dann steil weitere 450 Höhenmeter auf die Schafalpe Paianascia. Dort atmeten erst einmal alle durch und genossen den Blick hinüber zur imposanten Weissmies-Gruppe und zum Zwischbergenpass. Auf einer Hochebene ging es nach der willkommenen Pause bei leicht bewölktem Himmel unterhalb des Pizzo del Büsin und des Cima Dora in Richtung Passo d’Andolla (2.419 m). Der letzte Kilometer zum Übergang war mit 250 Höhenmetern in teils felsigem Gelände dann nochmals knackig - die Aussicht vom höchsten Punkt war dafür umso beeindruckender. Der Pass war gleichzeitig der höchste Punkt der 9. AlpenCross-Etappe und bedeutete den endgültigen Abschied von Schweizer Boden. Fortan bewegten sich unsere Gipfelstürmer auf Pfaden in der italienischen Region Piemont. Zunächst ging es durch teils verblocktes Gelände zum Rifugio Andolla (2.061 m), wo Andrea und sein Team unsere Gruppe mittags kulinarisch verwöhnten. Steil und felsig war der folgende Abstieg in Richtung Alpe Cheggio. Am Stausee Lago Alpe dei Cavalli sprangen einige unserer Wanderer ins Wasser. Die Tages-Etappe endete nach 18 Kilometern an der Alpenvereinshütte Rifugio Città di Novara, wo Bibi aus Nepal uns einen Schlafraum zuwies und der Abend mit einem gemeinsamen Essen und einem Spaziergang durch die Alpe Cheggio ausklang.

Der 3. Tag begann erneut mit traumhaft schönem und stabilem Wetter. Von der Alpe Cheggio stiegen unsere Weitwanderer morgens auf der GTA-Route hinab ins Valle d’Antrona - im Gepäck Panini von Hüttenwart Marco als Verpflegung. Zusätzlich machte unsere Crew einen Stopp beim Lebensmittelladen in Antronapiana. Immer wieder durch kleine Dörfchen ging es talwärts über 900 Höhenmeter bis kurz nach Prato – dort folgte der härteste Teil des Tages. 1.000 Höhenmeter Anstieg auf ca. 2,5 Kilometern auf wurzeligen und steilen Serpentinen-Waldpfaden vorbei an der Alpe Saler hinauf zum aktuell geschlossenen Rifugio Alpe Colma (1.570 m). Der Aufstieg war bei heissen Sommertemperaturen trotz des schattigen Waldes herausfordernd. Oben angekommen holten unsere Gipfelstürmer die Panini von Marco und die Einkäufe aus Antronapiana aus den Rucksäcken und erholten sich bei traumhaft schönem Panorama, inklusive Ausblicken zum majestätischen Pizzo Andolla und den umliegenden Viertausendern der Walliser Alpen. Es folgten 6 Kilometer reizvoller Abstieg auf schmalen Waldpfaden und immer wieder durch alte, teils verfallene Steindörfchen bis nach Molini (467 m). In der Unterkunft „Locanda del Tiglio“ wurden unsere Wanderer herzlich empfangen und abends überragend mit Pasta, Lasagne und Pizza verwöhnt. Nach einem Abendspaziergang zur Kirche „Santuario Madonna delle Grazie Gurva“ erholten sich unsere Gipfelstürmer für die am nächsten Tag anstehende „Königsetappe“.

Gipfelstürmer Ruud trat an Tag 4 früh morgens wie geplant seine Heimreise nach Nürnberg an, so dass unsere Fernwanderer fortan noch zu sechst unterwegs waren. Die Königsetappe startete in Molini im Valle Anzasca und führte unsere Crew durch das Valle Olocchia über Colle d'Egua ins Val d’Egua – 20 km mit 2.000 Höhenmetern. Die ersten 5 km führte die Route durch kleine Dörfer imposant am Hang entlang hinein ins Anzasca-Tal bis nach Pontegrande. Auf der anderen Talseite, nach der Überquerung der Torrente Anza, ging es gleich knackig hinauf nach Bannio, wo die Gruppe durch kleinste Gassen geführt wurde. Es folgten 7 km von Dorf zu Dorf, teils auf Waldpfaden und teils auf langen Fahrwegen bis zum allerletzten Parkplatz ganz hinten im Valle Olocchia. Von hier ging es dann steil über Serpentinen-Pfade durch Wald und über Wiesen, vorbei an der Alpe Oreto ca. 600 Höhenmeter zum Übergang Colle di Baranca (1.819 m). Ein kleiner Abstecher führte die Gruppe von dort zum Rifugio Alpe Selle, wo Sabrina u.a. Polenta mit Hirsch für unsere Wanderer auftischte. Frisch gestärkt folgten nochmal 400 Höhenmeter zum Colle d’Egua (2.239 m), dem Übergang ins Val d’Egua in Richtung Carcoforo. Von dort genossen unsere Wanderer eine ganze Weile den Blick zum Monte Rosa Massiv, u.a. zur Dufourspitze, dem höchsten Gipfel der Schweiz. Das Finale der Königsetappe war im Anschluss der Abstieg zum Rifugio Boffalora (1.669 m), einer Hütte der Sektion Boffalora Sopra Ticino des Club Alpino Italiano (CAI). Das Hüttenteam kam extra für unsere Gruppe schon einen Tag früher auf die Hütte und zelebrierte förmlich italienische Gastfreundschaft – komplett ehrenamtlich. Es wurde ein wirklich toller Abend mit vorzüglichem Essen und einer anschließend erholsamen Nacht in einem großzügigen Lager.

Tag 5 startete mit einem außergewöhnlichen Hüttenfrühstück. Das Hüttenteam hatte extra für unsere Wanderer einen Apfelkuchen gebacken und servierte morgens um 7 Uhr sogar Spiegeleier. Die ehrenamtlichen Team-Mitglieder der CAI-Hütte lebten ihre Aufgaben mit ordentlich Herzblut – wohler und willkommener kann man sich auf einer Berghütte nicht fühlen. Beim Aufstehen war der Himmel noch bedeckt, bei der morgendlichen Ansprache lockerte die Bewölkung aber dann bereits auf und schon bald kam der blaue Himmel hervor. Es wartete eine relativ kurze Etappe auf unsere Gruppe – 12 km auf der Original-GTA-Route, hinunter nach Carcoforo und dann ca. 1.100 Höhenmeter hinauf auf den Übergang „Colle di Termo“. Von dort direkt wieder hinunter ins Val Sermenza nach Rima. Im Gepäck hatten unsere Gipfelstürmer leckere Panini, die die Boffalora-Crew nach den Wünschen unserer Wanderer zubereitet hatte. Nach ca. 2 Stunden legte die Crew eine Pause an der Alpe del Termo (2.081 m) ein, um 10 Uhr war der Aufstieg zum Colle del Termo (2.351 m) dann auch schon im Kasten. Die Sicht war eingeschränkt, immer wieder zogen Wolken auf – keine Bedingungen für eine lange Pause. Ganz in der Nähe weideten Schafe am höchsten Punkt des Bergrückens, bewacht von einem Herdenschutzhund. Das Bellen des Hundes verleitete unsere Wanderer, im steilen Abstieg im Wiesenhang kurz die Wegführung zu verlassen. Ab der Waldgrenze wurden die Serpentinen ausladender und sanfter. Immer wieder kreiste ein Flugzeug ganz in der Nähe unserer Wandergruppe und schnell wurde klar, dass es sich um ein Löschflugzeug handelte. Vom Zielort Rima aus konnte man dann auch den Rauch und die Brandherde beobachten. Nach einem Mittagessen auf der Terrasse des Ristorante Alpino führte Wirt Patrick die Gruppe zum Posto Tappa, einer Art GTA-Weitwander-Unterkunft. Der nachmittägliche Regen war leider nicht ausreichend, um die Brände zu stoppen. Vor dem letzten Abend der 9. Etappe erkundete unsere Crew das Dorf - Rima ist eine ehemalige Walsersiedlung mit typischer Holz-Stein-Architektur.

Auch an Tag 6 stand wieder ein Pass auf dem Programm – dieses Mal der Übergang „Colle di Mud“ (2.324 m). Nach einem sehr ausgedehnten Frühstück im Ristorante Alpino in Rima eroberten unsere Gipfelstürmer innerhalb von 1,5 Stunden die fast 1.000 Höhenmeter in zügigem Tempo – zunächst auf unzähligen Serpentinen im Wald, dann vorbei an Alphütten und die letzten Höhenmeter durch felsiges Gelände. Wolken waren aufgezogen und ein kalter Wind blies. Daher ging es ohne große Pause zum Rifugio Ferioli, wo vor dem finalen Abstieg ins Tal eine Pause eingelegt wurde. Nach heißer Schokolade, Kuchen und einer Runde Jenga folgte ein 2-stündiger, 1.100 m langer Abstieg zum Zielort Alagna Valsesia. Der Ort liegt am hintersten Ende des Val Grande di Alagna auf der Südseite des Monte Rosa Massivs. Bei herrlichem Sonnenschein blieb genug Zeit für ein spontanes Abschluss-Essen auf einer Terrasse. Die Rückreise war ein absolutes Novum in der 9-jährigen AlpenCross-Geschichte: Erstmals erfolgte die Rückreise mit dem Flugzeug. Reibungslos ging es von Alagna per Shuttle zum Flughafen Mailand-Linate und von dort über Frankfurt nach Nürnberg.

Die 9. AlpenCross Etappe war in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. Erstmals war die Wandergruppe deutlich kleiner - 7 Gipfelstürmer waren mit am Start. Erstmals bestand die Wanderung aus logistischen Gründen aus 6 Tagesetappen, inklusive der Anreise dauerte die Reise 7 Tage. Noch nie hatten unsere Wanderer durchgängig so viel Wetterglück. Es blieb bei einigen wenigen Regentropfen, die heißen Temperaturen waren dagegen fast schon grenzwertig. Die Strecke war wenig technisch, dafür insgesamt sehr abwechslungsreich. Von alpinen Übergängen über lange Waldpassagen bis hin zu vielen kleinen Dörfern war alles dabei. Die Routen waren meist menschenleer. Neben toller Gastfreundschaft wird auch dieses Jahr vor allem die hervorragende italienische Küche allen Gipfelstürmern in Erinnerung bleiben. Das Allerwichtigste: Alle sind wieder gesund in Nürnberg angekommen. 6 Tage Abenteuer gehen in die AlpenCross-Geschichte ein.

Ein besonderes Dankeschön geht auch dieses Jahr an unseren Ausrüstungspartner outdoortrends für die kompetente Beratung bei der Ausstattung unserer Wanderer! Ein spezielles Dankeschön geht an Sven für die grandiosen Drohnen-Videos. Außerdem geht ein riesengroßes Dankeschön an alle Gastgeber für die sehr, sehr schönen Aufenthalte in den verschiedensten Unterkünften im Wallis und im Piemont.

Der AlpenCross war auch dieses Jahr mehr als einfach nur eine 6-tägige Wandertour - jeder Kilometer bedeutete einen Euro für kranke und schwerstbehinderte Kinder. Es ist ein „Geschenk", dass unsere Gipfelstürmer-Crew in der Lage ist, mit eigener Kraft auf der 6-tägigen Tour die Natur und die Berge zu erleben. Leider gibt es viele Kinder, für die das alles ein Traum bleiben wird. Auch an sie haben wir auf unserer Tour gedacht und haben die Alpenüberquerung zum Anlass genommen, für den Verein „Kinderschicksale Mittelfranken e. V." zu spenden. Für jeden gelaufenen Kilometer spenden wir einen Euro. Das macht bei 7 Teilnehmern aufgerundet satte 1.000 Euro, über die sich der Verein und die Kinder SEHR freuen. Ziel des Vereines ist es, schwerstbehinderten und kranken Kindern zu helfen und deren Familien in Notsituationen zu unterstützen. Die Unterstützung ist nachhaltig ausgerichtet. Es ist unser Ziel, den Verein Jahr für Jahr und Etappe für Etappe auf dem Weg nach Nizza zu unterstützen.

Nach dem AlpenCross ist wie jedes Jahr vor dem AlpenCross. Die 10. Jubiläums-Etappe führt unsere Gipfelstürmer 2027 in Richtung Aosta-Tal und damit ein ganzes Stück in Richtung Mittelmeer. Die Côte d'Azur und der Badestrand in Südfrankreich kommen immer näher …

Route der 9. Etappe 2026 auf outdooractive: exitoAlpenCross 2026, Simplon-Passhöhe - Alagna Valsesia.

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#exitoAlpenCross, Fernwanderung vom Allgäu nach Nizza

Etappe 1, 2017: Pfronten - Oberstdorf
Etappe 2, 2018: Oberstdorf - Au im Bregenzer Wald
Etappe 3, 2019: Au im Bregenzer Wald - Bartholomäberg im Montafon
Etappe 4, 2021: Bartholomäberg im Montafon - Berghaus Vereina
Etappe 5, 2022: Berghaus Vereina - Juf im Avers
Etappe 6, 2023: Juf im Avers - Vals
Etappe 7, 2024: Vals - Gotthard - Passhöhe
Etappe 8, 2025: Gotthard-Passhöhe - Simplon-Passhöhe
Etappe 9, 2026: Simplon-Passhöhe - Alagna Valsesia


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