exito AlpenCross 2019, Au im Bregenzer Wald - Bartholomäberg im Montafon

3. Etappe auf dem Weg vom Allgäu nach Nizza

31. Juli 2019

Mitte Juli stand erneut unsere ambitionierte, mehrjährige Alpenüberquerung #exitoAlpenCross vom Allgäu nach Nizza auf dem Programm. Ein echtes Fernwander-Abenteuer durch fünf Länder – zunächst fünf Etappen in den Ostalpen und dann mindestens 10-12 Etappen durch die gesamten Westalpen bis ans Mittelmeer. Eine Etappe besteht jedes Jahr aus vier Tagestouren – im Normalfall mit drei Hüttenübernachtungen. Die Alpenüberquerung folgt keinem bestimmten Weitwanderweg, sondern ist komplett selbst zusammengestellt. Die Route führt nicht möglichst schnell nach Nizza, sondern soll landschaftlich besonders reizvoll und abwechslungsreich werden. Die Tagesetappen sind mit bis zu neun Stunden konditionell fordernd, die Wege durchaus technisch anspruchsvoll. Alles in allem eine echte Herausforderung für unsere Gipfelstürmer.

Die erste Etappe führte uns im Jahr 2017 von Pfronten nach Oberstdorf, die zweite Etappe 2018 von Oberstdorf über das Kleinwalsertal nach Au in den Bregenzer Wald. Dieses Jahr stellten sich mit 26 Gipfelstürmern mehr Team-Mitglieder denn je der sportlichen Herausforderung und wanderten vier Tage in den österreichischen Alpen. 72,1 km und ca. 4.750 Höhenmeter nahm unsere Crew auf dem Weg von Au bis nach Bartholomäberg im Montafon in Angriff. Unter den Teilnehmern war unser Alumnus Lukas, unser Team-Doc Thomas sowie der langjährige Corporate Language Coach Robert.

Am Donnerstag brachte uns wie in den Vorjahren ein Reisebus an den Startort der Etappe. Dieses Mal nach Au im Bregenzer Wald, wo die zweite Etappe im Jahr 2018 endete. 25 „Gipfelstürmer" - für manche war es die erste nennenswerte Wanderung - brachen bei herrlichem Wetter und angenehmen Temperaturen in Richtung Lechquellengebirge auf. Der erste Tag wurde direkt richtig knackig. Über 1.500 Höhenmeter musste unsere Wandergruppe bis zur Biberacher Hütte überwinden. Gestärkt wurde das Team unterwegs um die Mittagszeit an der Bergkristallhütte, nachmittags kämpfte sich die Crew gemeinsam fünf Stunden lang mit Bravour über das Töbelejoch (2.101 m) bis zum Tagesziel auf 1.846 m, wo Raphaela und ihr Team unsere müden Wanderer vorzüglich bekochten. Von der Abendstimmung und dem tollen Panorama konnte man sich kaum sattsehen. Ausreichend Schlaf war in dieser Nacht jedoch sehr wichtig, da am 2. Tag das Frühstück bereits um 05:30 Uhr bereit stand und mit einer kalkulierten reinen Gehzeit von 9 Stunden ein langer Tag bevorstand. Es wurde eine echte „Königsroute"! 1.358 m rauf und 1.259 m runter. Morgens ging es über den landschaftlich herausragenden Gamsboden und viele, viele Altschneefelder bis zur Göppinger Hütte auf 2.245 m. Das Mittagessen stand jedoch erst nach dem Abstieg hinunter zum Lech auf der Agenda. Im „Unteren Älpele" (1.562 m) wurde so richtig geschlemmt. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Team schon ca. 7 Stunden in den Beinen. Im Anschluss stand dann ein „Nachmittagsspaziergang" zum Spullersee auf dem Programm, wo einige der AlpenCross Tradition folgten und ins Wasser sprangen. Der abschließende Anstieg zur Ravensburger Hütte (1.947 m) gipfelte in einer grandiosen Begrüßung durch Hüttenwart Thomas, der bereits im Gipfelstürmer-Shirt und mit Kräuterschnaps auf unsere Wanderer wartete. Es wurde ein kurzer Abend, da die Körper unserer Crew einfach Erholung und Schlaf forderten.

Am dritten Tag ging es zunächst über den „Bösen Tritt" steil hinab ins Klostertal nach Innerwald. Dort wartete unser Tobias auf die Gruppe und wanderte von hier ab mit bis ins Montafon. Völlig überrascht wurden unsere Wanderer, als aus dem Nichts der „exito Action Van" auftauchte. Am Steuer saß Bianca, die den frisch am Sprunggelenk operierten Jochen par excellence in die Berge fuhr. Fortan begleitete das Duo im Van die Wandergruppe bis zum Zielort. Für die Crew stand nach dem Treffen in Innerwald der nächste harte Anstieg auf der Agenda. Ungefähr 600 Meter höher an der Bündthütte teilte sich das Team für den Rest des Tages. Eine immer noch frische und ambitionierte Gruppe wählte den Panoramaweg über das Muttjöchle (2.074 m) zum Tagesziel am Kristberg, eine zweite Gruppe verzichtete auf weitere Höhenmeter und marschierte durch den Wald zum Panoramagasthof Kristberg. Dort warteten Bianca und Jochen bereits und empfingen die tapferen Gipfelstürmer mit kühlen Getränken. Am Abend kamen die Gourmets auf ihre Kosten – das Kristberg-Team verwöhnte unser Team mit einem leckeren 5-Gänge-Menü. JUHU! Am nächsten Morgen strahlte ausnahmsweise mal nicht die Sonne und es fielen sogar ein paar Regentropfen. Die Etappe fand mit der Route über den Itonskopf (2.089 m) und das Wannaköpfle (2.032 m) zum Alpengasthaus Rellseck ein tolles Ende. Von dort ging es nur noch bergab bis zum Ziel in Bartholomäberg. Die Route endete genau dort, wo die 4. Route 2020 beginnen wird.

Die 3. Etappe verlangte unserem Team speziell konditionell alles ab, die Etappe war über 12 km länger als im Vorjahr. Besonders die Königsroute am 2. Tag lockte einige unserer Gipfelstürmer deutlich aus der Komfortzone und verschob persönliche Grenzen. Am Ende wurden die über 72 km und fast 4.750 Höhenmeter mit Begeisterung gemeistert. Kleinere Blessuren werden schon bald verheilt sein. Es bleibt die Erinnerung an beispiellosen Team-Zusammenhalt, traumhafte Landschaft und grandiose Panoramen. Die 4 Tage waren prägend und schon jetzt ist die Vorfreude auf die 4. Etappe in 2020 riesengroß. Mit dem Wetter hatten unsere Gipfelstürmer erneut großes Glück - trotz teils schlechter Prognose wurde unsere Crew von idealen Temperaturen und Sonnenschein verwöhnt und wurde nur am letzten Tag ganz kurz nass.

Ein besonderes Dankeschön geht an unseren Ausrüstungspartner outdoortrends für die kompetente Beratung bei der Ausstattung unserer Wanderer! Außerdem an alle Gastgeber für die äußerst schönen Aufenthalte.

Der AlpenCross war auch dieses Jahr mehr als einfach nur eine 4-tägige Hüttentour - jeder Kilometer bedeutete einen Euro für kranke und schwerstbehinderte Kinder. Es ist ein „Geschenk", dass unsere Gipfelstürmer-Crew in der Lage ist, mit eigener Kraft auf der 4-tägigen Tour die Natur und die Berge zu erleben. Leider gibt es viele Kinder, für die das alles ein Traum bleiben wird. Auch an sie haben wir auf unserer Tour gedacht und haben die Alpenüberquerung zum Anlass genommen, für den Verein „Kinderschicksale Mittelfranken e. V." zu spenden. Für jeden gelaufenen Kilometer spenden wir einen Euro. Das macht bei 26 Teilnehmern und 72 Kilometern aufgerundet stolze 2.000 Euro, über die sich der Verein und die Kinder SEHR freuen. Ziel des Vereines ist es, schwerstbehinderten und kranken Kindern zu helfen und deren Familien in Notsituationen zu unterstützen. Die Unterstützung ist nachhaltig ausgerichtet. Es ist unser Ziel, den Verein Jahr für Jahr und Etappe für Etappe auf dem Weg nach Nizza zu unterstützen.

Nach dem AlpenCross ist vor dem AlpenCross. Die Planungen für die nächste Etappe ist bereits im Gange. 2020 startet die Route in Bartholomäberg im Montafon und endet auf dem Flüelapass in Graubünden. Auf 64 Kilometern gilt es dann, 5.345 Höhenmeter zu bezwingen. Wann ist endlich Juli 2020? ;-)

Unser Stefan hat für jeden Tag der 4. Etappe ein Video geschnitten: Tag 1 | Tag 2 | Tag 3 | Tag 4